Neue Bestleistung, WM-Minima und ein ganz knapper Rekordversuch
Bei den Western European Championships (WEC) im Powerlifting in Luxemburg hat Noah am 18. September eine starke Wettkampfleistung abgeliefert und dabei gleich mehrere Meilensteine erreicht: eine neue persönliche Bestleistung, die Qualifikation für die Weltmeisterschaft und einen Deadlift-Versuch, der nur knapp am belgischen Rekord vorbeiging.
Neue persönliche BEstleistung
Mit 250 kg in der Kniebeuge, 145 kg beim Bankdrücken und 305 kg im Kreuzheben erzielte Noah neue persönliche Rekorde in allen 3 Lifts und schaffte gleichzeitig die nötige Minima für die Weltmeisterschaft.
Für Noah selbst bleibt der Wettkampf vor allem deshalb in besonders guter Erinnerung, weil die Vorbereitung und der Wettkampftag nahezu perfekt verliefen: „Es hat einfach alles geklappt, von der Ernährung über das Körpergewicht bis hin zum Wettkampf selbst. Bis auf den letzten Deadlift war wirklich alles perfekt, obwohl der sogar auch fast perfekt war.“
Ganz ohne Aufregung ging Noah allerdings nicht auf die Plattform. „Ich bin natürlich mit etwas Nervosität in den Wettkampf reingegangen, weil ich gehofft habe, dass alles gut läuft. Aber spätestens nach den Squats war ich mir eigentlich sicher: Der Wettkampf wird richtig, richtig gut.“
Für Coach Mark war der Wettkampf auch deshalb ein besonderer Moment, weil er Noahs Entwicklung seit den Anfängen begleitet. „Ein Wettkampf ist ein großartiger Moment, um zu sehen, was man über die vergangenen Monate in sein Training gesteckt hat und wie gut man sich vorbereitet hat. An diesem Tag kommt es darauf an, zu exekutieren – und das mit größter Genauigkeit. Es sind nur neun Versuche: drei pro Disziplin. Man geht auf die Plattform und hebt sein Gewicht vor Juroren und einer Menschenmenge.“
Noah hat diesen Wettkampf laut Mark mit genau dem nötigen Selbstvertrauen bestritten: „Es gab keine Zweifel, die Zahlen zu heben, die wir brauchten und die wir in der Strategiebesprechung vorher festgelegt hatten.” Besonders beeindruckt ihn dabei die Entwicklung, die Noah in den vergangenen Jahren gemacht hat: „Von kleinen, lokalen Wettkämpfen bis hin zur internationalen Plattform. In diesem Prozess ist Noah als Athlet enorm gewachsen: menschlich und natürlich auch krafttechnisch. Dieser Wettkampf hat in allen Facetten gezeigt, dass Noah zu den besten Athleten Europas gehört.“
Knapp am Rekord vorbei
Besonders spannend wurde es beim letzten Deadlift-Versuch. Noah ging für 317,5 kg auf die Plattform und damit auf Angriff auf den belgischen Rekord. Der Lift war beinahe geschafft, wurde jedoch leider von zwei der drei Judges als ungültig gewertet.
Für Noah selbst war der Versuch trotzdem ein besonderes Erlebnis: „Die 317,5 kg haben sich einfach richtig krass angefühlt. Es war ein krasses Gefühl, dieses Gewicht zu heben, auch wenn der Versuch nicht gültig gewertet worden ist. Ich habe mich einfach so gut gefühlt.“
Auch wenn der Rekord damit an diesem Tag noch nicht gefallen ist, zeigt der Versuch vor allem eines: Die 317,5 kg sind in Reichweite.
What’s next?
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt allerdings nicht. Vom 24. bis 25. Oktober finden schon die Belgischen Meisterschaften im Powerlifting statt, bei denen Noah seinen Podiumsplatz verteidigen will. „Wir hatten in den letzten sechs Monaten einen sehr effektiven Aufbau bis zu diesem Wettkampf. Für die belgische Meisterschaft haben wir nur eine kurze Vorbereitungsphase und werden nicht allzu viel verändern“, erklärt Mark. Danach soll weiter an den Details gearbeitet werden: „Wir werden die Dinge noch mehr verfeinern, verbessern und sein Potenzial auf mehr Kraft erhöhen, um bei der Europameisterschaft in Schweden im März noch besser abzuschneiden.“
Für Noah ist die Richtung dabei klar: „Mein Ziel ist auf jeden Fall noch stärker zu werden und noch mehr zu heben.“