Platz 4 Für Daniela beim Tyrun
Beim Tyrun im niederländischen ’s-Hertogenbosch hat Daniela den vierten Platz in der Scaled Division erreicht. Unter 24 Starterinnen fehlten ihr lediglich zwölf Sekunden auf das Podium. Nach einer Rückenverletzung trat sie bewusst in der leichteren Kategorie an. Ihr nächstes Ziel steht bereits fest: Am 6. Dezember will sie beim Tyrun in Lüttich in der Open Division starten.
Was ist Tyrun?
Der Tyrun verbindet Laufabschnitte mit Kraft- und Ausdauerübungen. Die Teilnehmer müssen dabei also nicht nur ihre Laufleistung unter Beweis stellen, sondern auch an verschiedenen Stationen Kraft, Technik und Durchhaltevermögen zeigen.
Das Wettkampfformat umfasst vier Laufrunden über jeweils 600 Meter. Dazwischen stehen unterschiedliche Übungen auf dem Programm: vom Echo Bike und Schlittenziehen über Weighted Step-ups und Med-Ball-Sit-ups bis hin zu Rudern, Devil Press, Ski-Erg und dem Sandbag Carry Over Yoke. Der ständige Wechsel zwischen Laufen und den fordernden Stationen verlangt eine gute körperliche Verfassung und eine durchdachte Krafteinteilung.
Zwölf Sekunden fehlen zum Podium
Daniela ist mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden. „Unter 24 Starterinnen in meiner Kategorie habe ich den vierten Platz belegt, mit nur zwölf Sekunden Rückstand auf Platz drei“, berichtet sie.
Die Wahl der Kategorie war eine bewusste Entscheidung: „Ich bin dieses Mal in der Scaled Division gestartet, da ich nach einer Rückenverletzung mit leichteren Gewichten starten wollte.“
Grundsätzlich liefen die Übungen gut. Besonders fordernd waren für sie jedoch die 60 Kalorien auf dem Echo Bike und die 100 Meter Devil Press. „Das waren die härtesten Übungen. Ich denke, dass ich meine Zeiten dort bei den nächsten Rennen noch verbessern kann.“
Auch beim Rudern verlor sie etwas Zeit: Ihr Gerät begann nicht automatisch zu zählen, sodass sie einen Judge hinzuziehen musste. Trotz dieser Unterbrechung zieht Daniela ein positives Fazit. Das Rennen hat ihr nicht nur ein starkes Ergebnis beschert, sondern auch gezeigt, an welchen Stellen sie noch Zeit einsparen kann.
Ein Fitnessformat mit Entwicklungspotenzial
Am Tyrun reizt Daniela besonders, dass es sich um ein vergleichsweise neues Fitnessformat aus Belgien handelt, das international wachsen möchte.
„Ich finde Tyrun interessant, weil es ein noch relativ neues Fitnessformat aus Belgien ist, das in andere Länder expandieren möchte. Das Rennen in den Niederlanden war das erste außerhalb Belgiens. Neben den Niederlanden sollen künftig auch Rennen in Deutschland stattfinden“, erklärt sie.
Ein weiterer Unterschied zu Formaten wie Hyrox liegt im Verhältnis zwischen Laufen und funktionellen Übungen. Während beim Tyrun insgesamt nur 2,4 Kilometer auf der Laufbahn zurückgelegt werden, liegt ein stärkerer Schwerpunkt auf den einzelnen Kraft- und Ausdauerstationen.
Zusätzlich wird das Workout in jeder Saison verändert. Dadurch müssen sich die Teilnehmer regelmäßig auf neue Herausforderungen einstellen.
Neue Herausforderungen in jeder Saison
Daniela hat bereits beide bisherigen Workouts absolviert und findet beide anspruchsvoll. „Beide Workouts haben mir gut gefallen. Jedes von ihnen ist herausfordernd.“
In der vergangenen Saison waren für sie vor allem die 100 Box Jumps am Ende des Rennens eine Herausforderung. Beim aktuellen Workout wartete stattdessen eine andere Aufgabe: 24-mal musste sie einen Sandsack über ein Yoke werfen und anschließend selbst darüber springen.
Nächstes Ziel: die Open Division in Lüttich
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Daniela hat ihr Ticket für den nächsten Tyrun am 6. Dezember in Lüttich bereits gebucht. Dort will sie erstmals in der Open Division antreten.
Die Anforderungen steigen in dieser Kategorie deutlich. Die Gewichte sind höher, und auf dem Echo Bike müssen bspw. 80 statt 60 Kalorien absolviert werden.
„In der Scaled Division waren die Gewichte relativ leicht, bei einigen Übungen wurde sogar nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. In Lüttich werde ich deshalb in der Open Division starten“, erklärt Daniela.
Besonders die Box Step-ups und der Sandbag Over the Yoke stehen auf ihrem Trainingsplan. „Ich denke, dass vor allem diese beiden Übungen herausfordernd werden. Daran möchte ich in den nächsten Wochen noch arbeiten, um optimal vorbereitet zu sein.“
Das Rennen in ’s-Hertogenbosch betrachtet sie dabei auch als Generalprobe für den nächsten Wettkampf. „Der Tyrun in der Scaled Division hat mir gezeigt, dass ich an manchen Stellen noch etwas Zeit verschenkt habe. Mit diesem Wissen im Hinterkopf bin ich zuversichtlich, dass ich in Lüttich eine gute Leistung zeigen kann.“
Mit dem vierten Platz und nur zwölf Sekunden Rückstand auf das Podium hat Daniela eine starke Ausgangsbasis geschaffen. Nun richtet sich ihr Blick auf den nächsten Wettkampf: mit höheren Gewichten, neuen Anforderungen und dem Ziel, die eigene Leistung weiter zu verbessern.